HAPPY 2020

2019 neigt sich dem Ende zu, ich packe gerade für meinen Kurzurlaub im Bergischen Land, und dabei geht mir das ein oder andere aus 2019 durch den Kopf.
Neue Dinge bereicherten mein Leben, wie das Jugenprojekt „It´s a jungle out there“, welches im Sommer zur Aufführung im Depot/Köln kam.
Mitsingkonzerte jeglicher Art, Hochzeiten, Messejobs gab es in Hülle und Fülle – wofür ich sehr dankbar bin. Zwei Konzerte bleiben mir besonders in Erinnerung, beides Mitsingkonzerte…

Das eine fand im Rahmen der Herbsttagung der Anonymen Alkoholiker im Kloster Knechtsteden statt. Die Anfrage kam sehr spontan, da dort ein Musiker abgesprungen war. Ich wollte zunächst absagen, es wurde mir zuviel, habe dann -Gott sei Dank!- aber doch zugesagt…und wurde belohnt. Dieser Tag hat mich zutiefst bewegt und berührt, und wieder einmal wurde mir die ungeheure Kraft der Musik zuteil. Nirgendswo macht gemeinsames Singen mehr Sinn als in einem solchen Rahmen. Gemeinsam mit Menschen zu singen, welche durch tiefe Täler gegangen sind bzw. immer noch gehen, der Tatsache jedoch ins Auge blicken und sich nichts vormachen, das hat eine Stärke, eine Authentizität, wie ich sie selten erlebt habe. Dieses Erlebnis wird unvergessen für mich bleiben.
Das andere Misingkonzert fand kurz vor Weihnachten in einer kleinen Kirche in Eiserfey/Eifel statt. In dem Moment, als ich die Kirche betrat, fühlte ich mich zu Hause, geborgen, wohlig. Bis kurz vor Beginn des Konzertes saßen ganze fünf Menschen in den Kirchenbänken und ich betete, dass noch mindestens fünf weitere kommen. Mein Gebet wurde erhört. Um 18h28 öffnete sich die Tür und das halbe Dorf spazierte auf einmal in die Kirche, alle fröhlich, gut gelaunt, in neugieriger Erwartung. Die Stimmung steigerte sich von Minute zu Minute. Am Ende tanzten die Kinder in der Kirche, es wurde geklatscht und aus voller Seele gesungen, ich blickte in die Augen lachender, glücklicher Menschen. Spontan wurde ein Weihnachts-Rap-Gedicht von zwei Teenies vorgetragen. Die Zugaben wollten gar nicht enden. Keiner von uns konnte und wollte aufhören zu singen. Nach dem Konzert gab es draußen vor der Kirche noch Würstchen und Glühwein…und wir sangen einfach weiter, ohne Klavier und Verstärker. Für mich war das Weihnachten, die vorgezogene heilige Nacht. Eine einzigartige Verbindung zwischen uns Menschen, wie sie in der heutigen Zeit längst nicht mehr selbstverständlich ist.

Was steht Aufregendes an in 2020?
Zum einen das Gustav-Jenner-Festival auf Sylt: Gustav Jenner, seinerzeit Komponist und einziger Schüler von Johannes Brahms, war mein Urgroßonkel. Jenner stammte ursprünglich aus Sylt und starb im Jahre 1920, also vor 100 Jahren. Ihm zu Ehren findet im April/Mai 2020 ein Festival in Westerland/Sylt statt, an dem ich aktiv beteiligt sein werde. Ich plane ein experimentelles Mitsingkonzert, bei welchem ich u.a. auch Kompositionen von G. Jenner neu arrangieren und mit dem Publikum einstudieren möchte. Die Vorbereitungen laufen, das wird sehr spannend. Hier das Programmheft zum Festival…sowie einen entsprechenden Artikel auf der offiziellen Sylter Tourismusseite.
Zum anderen starte ich in 2020 endlich meine lang ersehnte Yogaausbildung. Ein paar Jahre hat es nun gedauert, bis ich mich dazu durchgerungen habe, meine Yogapraxis in Form einer Ausbildung zu vertiefen…um anschlißend auch Yoga zu unterrichten bzw. in meine Arbeit zu integrieren. Ich freue mich wie eine Schneekönigin darauf, Ende Februar geht es los!
So, jetzt wird weiter gepackt für die kleine Miniauszeit im Bergischen Land…eine wunderbare Gelegenheit, die Seele am Ende des Jahres nochmal baumeln zu lassen, Erlebnisse Revue passieren zu lassen und sich auf das Neue, noch Unbekannte einzustimmen.

Mein Fazit aus 2019: es ist zweitrangig, was wir tun. Viel wichtiger ist, wie wir es tun. Bin ich mit Liebe, Hingabe und Offenheit bei der Sache, möchte ich das, was mich bewegt, mit anderen teilen, ist dies der größte Schatz. Möge es mir gelingen, dies nie aus den Augen zu verlieren.

Allen Menschen ein wunderbares 2020!!!

Herzlichst
Eure Kathrin

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