Pi-Hsien Chen im Kunstmuseum Kolumba

Das Highlight meiner letzten Woche war die Begegnung mit meiner früheren Klavierprofessorin an der Musikhochschule Köln, Pi-Hsien Chen. Unter dem Titel „Mitteilungen vom unteilbaren Werk“ gab Pi-Hsien eine Konzertreihe im Kunstmuseum Kolumba, welche in der vergangenen Woche mit Werken von Domenico Scarlatti abschloss. Ich war fürchterlich aufgeregt, ihr nach so vielen Jahren wieder zu begegnen. Ihr Spiel war wie je zuvor, brilliant, hochvirtuos und dargeboten mit großer Hingabe und Respekt vor dem Komponisten. Von all meinen KlavierlehrerInnen habe ich unterschiedliche, wichtige Dinge gelernt, aber keine/r prägte mich künstlerisch so sehr wie sie. In ihrem Unterricht war die Musik natürlich das Medium, aber in Wahrheit ging es um übergeordnete Dinge. Bei ihr lernte ich so einiges über mich, über das Leben und meine Beziehung zur Musik. Sie gab mir Impulse für wichtige Entscheidungen, die ich damals getroffen habe. Bis zum heutigen Tag ist diese Zeit noch sehr präsent bei mir.
Unsere Begegnung nach dem Konzert war äußerst herzlich, sie konnte sich -zu meiner Freude- gut an mich erinnern. Diese Begegnung hat einiges an Vergangenheit und neuen Fragen in mir aufgewirbelt. Worum geht es in der Musik, was ist wirklich wichtig, was will ich mit meiner Musik, an wen richtet sie sich etc. etc. Eine schöne Inspiration zur rechten Zeit.
Neben neuem Musiktheater ist Pi-Hsien Chen eine große Bach-Interpretin.
Hier eine ihrer Aufnahmen von J.S. Bach´s Goldberg-Variationen.

Was für eine Künstlerin!

Herzlichst
Kathrin

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